Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in Sozial-/Nachhaltigkeitswissenschaften (w/m/d)
Veröffentlicht am
- Arbeitsort
- 18055 Rostock, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
- Gehaltsschätzung
- 45.000–58.000 € brutto/Jahr · KI-Schätzung von Salary Quick anhand von Jobtitel und Ort (Stand 2026-10-05). Arbeitszeit und individuelle Konditionen können den Betrag verändern. Keine Gehaltszusage.
Stellenbeschreibung
Das Institut für Ostseefischerei des Johann Heinrich von Thünen-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, sucht am Standort Rostock zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet bis 13.03.2028 eine*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in im Bereich Sozial-, Nachhaltigkeitswissenschaften oder einem verwandten Fachbereich (w/m/d) in Vollzeit (zzt. 39 Stunden/Woche) zur Mitarbeit im Projekt „Gesunde Ostsee".
Der Greifswalder Bodden ist ein faszinierender Lebensraum und bietet als Übergangssystem zwischen Süß‑ und Salzwasser wichtige Laich- und Aufwuchsgebiete für viele Fischarten. Zusammen mit den angrenzenden Feuchtgebieten, Auen und landwirtschaftlich genutzten Flächen bildet er einen klassischen Wasser‑Land‑Nexus. Änderungen in der Landnutzung (z. B. intensive Landwirtschaft) wirken sich über Nährstoff‑ und Sedimentzuflüsse unmittelbar auf die Wasserqualität und die ökologische Funktion des Boddens aus. Gleichzeitig ist er ein zentraler Raum für Fischerei, Tourismus, Naturschutz und das Leben der Menschen in der Region – mit einer großen ökologischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung. Doch Klimawandel, Eutrophierung, Baumaßnahmen und der Rückgang von Fischbeständen verändern den Bodden und stellen die Menschen, die mit und von ihm leben, vor neue Herausforderungen.
Das Ziel des von der DBU geförderten Projekts „Gesunde Ostsee“ ist es, ein Reallabor für die sozial-ökologische Wiederherstellung des Greifswalder Boddens aufzubauen, dass die Zusammenhänge zwischen aquatischen und terrestrischen Systemen sichtbar, messbar und steuerbar macht. Dabei wollen wir nicht nur wissenschaftlich verstehen, was im und am Bodden passiert. Wir wollen gemeinsam mit den Menschen und Organisationen vor Ort herausfinden, welche Veränderungen möglich sind, welche Ideen bereits existieren und wie aus unterschiedlichen Perspektiven konkrete Lösungen entstehen können. Basierend auf der Phase 0 eines transdisziplinären Prozesses wollen wir Menschen aus Wissenschaft, Praxis, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenbringen, Wissen miteinander verknüpfen und gemeinsam Ideen für die Zukunft des Greifswalder Boddens entwickeln.
Dafür suchen wir eine neugierige, kommunikative und eigenständig denkende Person, die Lust darauf hat, zwischen Disziplinen, Perspektiven und Praxisfeldern zu arbeiten. Dabei sind ganz unterschiedliche fachliche Hintergründe willkommen. Vielleicht kommen Sie aus den Sozial-, Umwelt- oder Nachhaltigkeitswissenschaften, vielleicht aus der Geographie, Psychologie, Wirtschaftswissenschaft, Politikwissenschaft oder einem ganz anderen verwandten Bereich. Ob Sie bereits promoviert haben oder noch am Anfang Ihrer wissenschaftlichen Laufbahn stehen: Entscheidend ist für uns, dass Sie Interesse an sozial-ökologischen Fragen, Freude an Zusammenarbeit und Lust darauf haben, gemeinsam neue Wege auszuprobieren. Am Thünen-Institut für Ostseefischerei werden Sie Teil eines interdisziplinären Teams aus Sozialwissenschaftler*innen, Survey-Statistiker*innen, GIS-Expert*innen und Fischereibiolog*innen.
Die Arbeit findet in enger Kooperation mit Projektteams weiterer Thünen-Institute sowie der Universität Greifswald statt, insbesondere mit Prof. Dr. Gerald Jurasinski und Prof. Dr. Barbara Muraca.
Das Arbeitsverhältnis richtet sich nach dem TVöD Bund und wird bei Erfüllung der tariflichen und persönlichen Voraussetzungen nach Entgeltgruppe 13 TVöD Bund vergütet – das entspricht einem Jahresgehalt von 62.489,15 € bis 89.579,84 € bei Vollbeschäftigung.